Mein Programm
                                                                                               Interviews, Vorträge, Spiele, Einlagen, Parodien, Witze
 
Im folgenden schildere ich nun mein Programm und meine Einlagen, welche ich im Laufe der vielen Jahre bei Veranstaltungen und Familienfeiern dargeboten habe. Ich hoffe, ich jemanden finde, der an dem einen oder anderen Interesse hat und in seiner Darbietung mit einbringen kann. Vorher noch ein paar Hinweise: Es sollte vorher mit dem Veranstalter geklärt werden, was Sie wann und wie lange bringen wollen und welche Voraussetzungen erforderlich sind. Z.B. sollte das Programm erst beginnen, wenn möglichst alle Gäste anwesend sind, es sollte während des Programms wenig oder gar nicht bedient werden und der ganze Ablauf des Abends sollte schon vorher geklärt werden. Dabei sollte jeder die Texte individuell auf sich anpassen, d.h. diese nicht unbedingt immer wortwörtlich zu übernehmen. WIRD STÄNDIG ERWEITERT!!!
                                  
                                                                                                    1. Toilettenmann
 
Benötigte Requisiten: 1 Kittel; 1 Teller; 1 Rolle Toilettenpapier
   einlagig, gegebenenfalls 1 Lage am Anfang entfernen; 1 Brille.
Ablauf:  Toilettenmann kommt überraschend herein, stellt sich den Gästen vor und erzählt  Witze.
 
„Entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie bei Ihrer geschlossenen Veranstaltung störe, aber ich bin hier der Toilettenmann des Hauses und bei mir war gerade einer draußen, der hat vergessen zu bezahlen. Also, so geht das nicht, es kann ja schließlich nicht jeder machen, was er will! Obwohl, bei mir kann schon jeder machen, was er will, bloß bezahlen muss er dafür. Und heute hat man mich hierher bestellt,  um auf den Toiletten für  Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Wenn Sie heute hier schon mal auf der Toilette gewesen sind, werden Sie gemerkt haben, es war bis jetzt umsonst - nein, das stimmt nicht! Es war KOSTENLOS!!! Denn, wer geht schon umsonst aufs  Klo! Und deswegen habe ich hier einen Teller mitgebracht, auf dem legen Sie bitte hinterher immer 50 Cent, ALL INCLUSIVE!!! Da gibt es ja Leute, die lassen sich für den  Fünfziger  sogar  eine  Quittung ausstellen.  Die  sagen,   dass sie die Ausgaben von der Steuer absetzen könnten. Wahrscheinlich unter „Geschäftskosten“. Na ja, was soll's sein, auf jeden Fall - wer öfters im Laufe des Abends zu mir auf die Toilette kommt,  der  kriegt  auch Mengenrabatt. Die Hauptsache ist ja für mich vor allem, meine Inventur stimmt heute zum Feierabend. Ja, ich mache immer Inventur. Vor kurzem in einer anderen Gaststätte habe ich auch Inventur gemacht, da hat ein ganzer Haufen gefehlt!
 Damit Sie wissen, was Sie draußen erwartet, habe ich Ihnen mal eine Rolle Toilettenpapier mitgebracht. Mein Gott, ist das dünne! Gegen das Licht darf man es nicht halten. Aber, Sie können sich meinen Spruch merken: Benutzen Sie mein Toilettenpapier extradünn und der Erfolg liegt auf der Hand (Das Stück einlagiges Papier zeigen). Da hat vor kurzem einer gedacht, ich wäre Regisseur oder Intendant im Opernhaus von Chemnitz – bloß weil ich zu dem gesagt habe, ich würde im Opernhaus die Rollen verteilen. Übrigens, ich glaube, die wollen demnächst im Opernhaus ein Geschäft eröffnen! Können Sie sich das vorstellen, ein Laden im Opernhaus? Es soll ein Friseursalon werden, und zwar mit einem Spanier als Besitzer! Ja wirklich, ich habe es gelesen. Stand draußen dran: Demnächst hier im Opernhaus `Der Barbier von Sevilla`. Nein, ich war nicht im Opernhaus, sondern ich war gleich gegenüber, im ‚Chemnitzer Hof‘, ein feines Hotel. Da sind die Toiletten unten im Keller und da kommen nicht nur die Gäste, son-dern auch das Personal. Für die wäre sonst der Weg zu den Personaltoiletten viel zu weit. Na ja, und da kommt man mitunter mit denen ins Gespräch. Da hat mir ein Kellner erzählt, so kurz nach der Wende hatte er im Restaurant einen Gast aus Österreich. Nun reden die in Österreich ja nicht so vornehm wie mir hier in Sachsen, man kann die so schlecht verstehen. Da hat der Gast gesagt: Herr Ober, i hätt gern a Wurstplattl! Der Kellner hat gesagt: Was hätten Sie denn gern, die Morgenpost oder die Bildzeitung? Nun ist mir bei dem Kellner etwas aufgefallen, der hatte oben in seinem Jackett einen goldenen Löffel mit einer  goldenen Kette dran.  Ich  frage, wozu er  denn den Löffel braucht.  Er: ‚Ja, wir  müssen die Gäste schnell bedienen, stell dir vor, ich komme mit dem Essen zu dem Gast. Plötzlich sehe ich auf dem Weg dorthin, da ist eine Fliege im Essen. Jetzt müsste ich alles in der Küche wieder neu anrichten lassen, das dauert viel zu lange. Also gehe ich heimlich zur Seite und mache die Fliege mit dem Löffel raus, der Gast  merkt  gar  nichts davon.’  Nun  ging  aber  die  goldene Kette bei ihm in den Hosenstall hinein, ich fragte ihn, warum. Er: ‚Das hat auch etwas damit zu tun, dass wir die Gäste schnell bedienen müssen. Nun stell dir wieder vor, ich komme zu Dir auf die Toilette, da müsste ich mir ja hinterher immer die Hände waschen, und dann hast Du so einen neuen Lufttrockner. Das dauert alles viel zu lange. Also habe ich die Kette einfach unten angebunden, da brauch ich bloß dran zu ziehen und kann mein Geschäft machen,  ohne  das  die  Hände  schmutzig  werden!’ –  ‚Ja,  raus  hast du ihn gekriegt, ohne Anfassen, aber wie kriegst `n wieder rein?’ ‚Dazu nehme ich den goldenen Löffel!’.
Ich bin ja schon lange Toilettenmann. Man kann sagen, seitdem ich das mache ist schon viel Wasser die Spülung runter gelaufen. Aber eins ist mir aufgefallen: Frauen kommen sehr häufig zu zweit aufs Klo. Ich hab´s erlebt, bei mir kamen einmal gleich 3 Frauen. Die wollten sich einfach mal unterhalten, dass die Männer nicht mithören. Aber ich habe mitgehört, das wussten die nicht. Da sagte die eine: „Also wisst Ihr, ich habe einen Sohn, auf den bin ich sehr stolz. Der hat als kleiner Wagenwäscher angefangen, hat sich nach oben gearbeitet, und heute gehören ihm 2 Tankstellen!" Darauf die Zweite: "Meiner genau so! Angefangen hat der mit so einem Bauchladen, Süßigkeiten  verkauft usw.. Er hat sich nach oben gearbeitet, und heute gehören ihm 2 Kaufhäuser!" Die Dritte sagt gar nichts. Daraufhin die beiden anderen: "Und Dein Sohn, was ist mit dem?" - "Ach," sagt die. "Ihr habt Glück! Meiner ist faul. Der liegt nur den ganzen Tag auf dem Sofa und lässt sich von mir bedienen. Und vor kurzem habe ich von den Nachbarn erfahren, er wäre schwul!" Die anderen: „Na das ist gemein, wenn man das von den Nachbarn erfährt.“ - „Ach," sagt erneut die Dritte. „Das ist mir eigentlich egal. Schließlich hat der 2 Freunde, die ihn mit durchschleppen. Der eine hat 2 Tankstellen, der andere 2 Kaufhäuser ... !"
Jetzt muss ich mich erst einmal bei Ihnen entschuldigen, dass ich so spät gekommen bin. Ich sollte eigentlich schon viel eher da sein. Aber – ich habe mich leider verfahren! Ich bin mal nicht auf der Autobahn gefahren, da gibt es ja immer soviel Unfälle, sondern bin gleich die Landstraße gefahren. Und da ist mir was passiert, das muss ich Ihnen unbedingt erzählen: Ich bin da durch ein Dorf gekommen, ich weiß nicht mehr, wie das hieß – ist ja auch egal, da habe ich über dem Dorfplatz einen Mann laufen sehen, der hatte so einen großen Schäferhund bei sich gehabt. Und hinter dem Mann mit dem Schäferhund, da war eine Pferdekutsche und auf dem Wagen stand ein Sarg. Und hinter der Pferdekutsche, da liefen vielleicht so 15 bis 20 Männer hinterher. Das sah so komisch aus, da habe ich angehalten, bin ausgestiegen und hin zu dem Mann mit dem Schäferhund. Ich sagte zu ihm: „Sagen Sie mal, was ist denn hier passiert?“ „Ach,“ sagt er, „meine Schwiegermutter ist gestorben, wir beerdigen sie gerade.“ - „Das tut mir aber leid, mein herzliches Beileid. Aber sagen Sie, woran ist sie denn gestorben?“ „Sie werden es nicht glauben – der Schäferhund hier, der hat meine Schwiegermutter tot gebissen!“ „Oh, das tut mir ja noch mehr leid, noch  mal  mein  herzliches  Beileid.  Aber  unter  uns, so unter vier Augen: Wenn bei Ihnen die Trauerfeierlichkeiten vorbei sind, könnten Sie mir den Schäferhund da mal ausborgen?“ - Und
wissen Sie, was der Mann da gesagt hat? „Das mache ich gerne, aber da müssen Sie sich hinten anstellen! Es gibt auch manches mal Kunden, die erzählen einem Witze. Meistens sind die älter, als die, die ich erzähle - und das will was heißen. Aber einige sind auch neu und gefallen mir so sehr, dass ich die Ihnen mal gern erzählen möchte. Der Erste ist auch sehr kurz, also aufgepasst: Kommt ein Mann nach Hause und sagt zu seiner Frau: "Liebling, wollen wir nicht mal ein wunderschönes Wochenende verbringen?" Darauf sie: "Das ist eine gute Idee, das machen wir!" Daraufhin er: "Machs gut, bis zum Montag!“ Der andere ist auch schön. Eine Frau wohnt auf dem Dorf, ihre Schwester wohnt ein paar Häuser weiter. Nun hat sie am Sonntag einen Kuchen gebacken und denkt: Könntest eigentlich mit dem Kuchen zur Schwester gehen und da können wir heute Nachmittag schön gemütlich Kaffee trinken. Gesagt - getan. Sie nimmt den Kuchen gleich auf einem Teller, ist ja nicht weit, und geht zur Schwester. Unterwegs kommt plötzlich eine Windböe, der Kuchen fliegt vom Teller über die Friedhofsmauer und landet auf dem Friedhof. Nun steht sie da, ohne Kuchen, und fängt an zu weinen. Da kommt der Pfarrer vorbei und fragt: "Na, junge Frau, was gibt es denn so trauriges?" "Ach, Herr Pfarrer, ich hatte ihn gerade noch in der Hand, jetzt liegt er auf dem Friedhof!" Der Pfarrer will sie trösten und sagt: "Ja wissen Sie, das ist natürlich traurig, aber auf dem Friedhof liegen so viele." - "Ja, das kann schon sein, Herr Pfarrer. Aber nicht mit 8 Eiern.“ -

Im Krankenhaus liegt ein Mann, so an die 65 Jahre alt. Die Schwester kommt ins Zimmer, um die Morgenvisite vorzubereiten. Der Mann liegt also im Bett auf dem Rücken, die Schwester schlägt die Bettdecke zurück und sieht auf einmal - da ist bei dem Mann unten herum etwas passiert, was Männern eben so, vor allem früh, passiert. Das sieht natürlich die Schwester und da sagt der Mann: "Schwester, da staunen Sie bestimmt, was bei mir da unten, in meinem Alter, noch los ist! Als ich noch jung war, konnte ich da noch einen Eimer Wasser ranhängen, 5 Liter, und bin damit durch die ganze Wohnung gerannt." "Das geht heute aber nicht mehr," sagt darauf die Schwester. Er (weinerlich): "Nee, die Knie machen nicht mehr mit.“ - Ich bin ja heute hier her mit meinem Auto angereist. Und damit jeder weiß, woher ich komme, steht vorn und hinten am Nummernschild ein C dran, für Chemnitz. Da ist was passiert, und das muss ich ihnen mal erzählen. Es steht in Chemnitz ein LKW an der Kreuzung, der hat auch ein C am Nummernschild. Die Ampel ist rot, da kommt in der Nebenspur ein PKW,  der  ist  aus  Freiberg, hat  also  FG  an seinen Nummer schildern.  Der Fahrer  leiert  das Fenster herunter und ruft zu dem LKW-Fahrer: "Hallo, ich bin der Andy, hier ist mein Handy, neben mir sitzt die Mandy - du verlierst deine Ladung!" Dem LKW-Fahrer interessiert das nicht, die Ampel wird grün und er fährt los. Nun ist es in Chemnitz so, die nächste Ampel ist wieder rot. Der PKW kommt wieder, und es passiert das selbe: Hast du mich nicht gehört, oder was. Ich bin der Andy, hier ist mein Handy, neben mir sitzt die Mandy - du verlierst deine Ladung!" Und da wird es dem LKW-Fahrer zu bunt, und er schreit zurück: "Und ich bin der Günter, wir haben Winter. ICH FAHRE EINEN STREUWAGEN!“

Wenn ich irgendwo Toilettenmann bin, muss ich natürlich auch mal was essen. Das mache ich nicht auf dem Klo, sondern da gehe ich in die Gaststube. Vor kurzem habe ich da was erlebt, das muss ich Ihnen unbedingt erzählen: Da sitzen am Nachbartisch 2 ältere Männer, ich habe hinterher erfahren, die waren beide 95 Jahre alt und hatten Klassentreffen. Da sagte der Eine zum Anderen: "Du, wir könnten doch mal was machen, das haben wir früher immer in der Schule gemacht." Der Andere: "Ich weiß nicht, was du meinst."  "Na, wir haben doch in der Pause auf dem Schulhof immer 'Weitpinkeln' gemacht. Wer am weitesten gepinkelt hat, hat gewonnen." Darauf der Andere: "Das können wir mal machen!" Daraufhin sind beide raus, ich hinterher. Nach ca. 10 Minuten höre ich noch folgendes: "Wie sieht es denn bei Dir aus?"  "Naja, die Schuhe sind ein bisschen nass geworden. Darauf der Andere: "Da hast du gewonnen!"

 

So, aber nun will ich Schluss machen, aber nicht, ohne noch einen Schlussgag zu bringen: Bevor ich Toilettenmann wurde, hatte ich einen richtigen, ordentlichen Beruf - Ich war Maurer! Habe dann aber alles hingeschmissen und will Ihnen auch sagen, warum. Ich hatte den Auftrag erhalten, einen Schornstein zu mauern, 20 Meter hoch. Der stand wie eine eins, noch einen halben Meter hatte ich zu mauern. Da kommt der Brigadier angerannt und schreit hoch: "Aufhören, sofort aufhören!!!" - "Wieso", rief ich zurück. "Noch einen halben Meter, da bin ich fertig!" - "Nein, ich habe Mist gemacht. Ich habe den Plan verkehrt herum gehalten - es sollte ein Brunnen werden!!!“

01. Die Marmeladefabrik (stotternd vorlesen)

Ein Marmeladefabrikant feierte das Jubiläum seines Betriebes. Bei der Festtafel sprach ein Betriebsangehöriger. Er war geistig ganz gut beisammen, denn er hatte die Hauptschule D Zug besucht, nur hat er gestottert. Und er begann also:
Sehr geehrter Herr Chef! Sie sind ein tro-, tro-, trotz Ihrer Strenge sehr geehrter und beliebter Vorgesetzter gewesen. Schon ihr Vater der hund-, hund-, hundert Jahre alt geworden ist, war ein idi-, idi-, idialer Geschäftsmann. Ihr Sohn der ein depp-, depp-, Deputierter bei der Handelskammer ist, wird den Betrieb gut weiterführen. Ihre Frau Gemahlin, diese sau-, sau-, saubere Person hat wegen Ihres großen po-, po-, politischen Einflusses viele Freunde.
Sehr geehrter Herr Chef!
Sie können mich am A-, A-, Arbeitsplatz jederzeit besuchen, ich würde mich darüber freuen. Ihre Firma ist am hund-, hund-, hundertsten Jahrestag größer als jemals zuvor geworden. Ihre Ma-, Ma- Marmelade ist zum ko-, ko-, kosten viel zu schade. Wer ihre Marmelade isst, wird hin-, hin-, hinreichend davon überzeugt.
Und nun leben sie noch lange hoch-, hoch, hoch.